Andreas Witz Fußbodentechnik

Linoleumböden

Beliebt wegen seiner Farbvielfalt und sehr guten Eigenschaften (z. B. antibakteriologisch) ist bei einem Linoleumbelag nicht zuletzt seine natürliche Herkunft ein positiver Aspekt bei der Wahl dieser Böden. Linoleum ist ein sehr strapazierfähiger Belag, der wegen seiner Umweltfreundlichkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus ist Linoleum antistatisch und antibakteriologisch (Bakterien können sich nicht weitervermehren).

Die Vielfalt der Natur

So farbenfroh und vielfältig wie die Natur, begegnet uns Linoleum in über dreihundert Farbvariationen und Designs.

Linoleumboden - Ein Produkt aus nachwachsenden Rohstoffen
Linoleumboden - Ein Produkt aus nachwachsenden Rohstoffen
Die Eigenschaften im Einzelnen:
  • Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen
  • extrem langlebig und strapazierfähig
  • schwer entflammbar
  • beständig gegen Fette und Öle
  • antistatisch
  • antibakteriologisch
  • verfügbar, daher auch für Räume mit hohen Hygienestandards geeignet
  • empfindlich gegen ständige Feuchte

Der Engländer Frederich Walton patentierte 1860 die Herstellung von Linoleum-Belägen. Damit war der erste elastische Bodenbelag geboren. Die britische Marine erkannte die Vorteile dieses Belages und ließ ihre Kriegsschiffe damit ausstatten. Das so genannte “Battle Ship Linoleum” (BS-Linoleum) war von besonders schwerer, strapazierfähiger Qualität. Auch heute noch findet man bei Sanierungsmaßnahmen Linoleum in erstaunlich gutem Zustand vor, was für die Qualität dieses Belages spricht.

Der damals hohe Reinigungsaufwand, das Eindringen von Putzwasser im Nahtbereich und die Entwicklung neuer Beläge, wie z. B. PVC, schränkten die Marktanteile derart ein, dass einige Hersteller sogar ihre Produktion einstellen mussten. Ein Trend zu Naturprodukten hat dem aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Linoleum zu einer unerwarteten Renaissance verholfen.

Grundstoffe des Linoleums

Für die Herstellung von Linoleum- Belägen werden die folgenden Grundstoffe benötigt:

Leinöl

Leinöl wird aus den Samenkörnern des Flachses gewonnen. Die Hauptanbaugebiete sind Indien, Argentinien, Russland und der Süden Nordamerikas. Es können zusätzlich auch andere Pflanzenöle verwendet werden.

Harze

Für Linoleum werden Naturharze, z. B. Kolophonium, das Harz der Fichte, verwendet.

Korkmehl

Korkeichenrinde, die geschrotet und gemahlen wird.

Holzmehl

Schleifmehl von Fichtenholz und Eichenholz.

Kreide

Kreide ist ein weißer Kalkstein.

Farbstoffe

Als Farbstoffe werden natürliche, für besonders intensive Farbtöne werden auch synthetische Farbstoffe eingesetzt.

Jute

Jute wird aus Pflanzenfasern des Jutestrauches hergestellt. Die Fasern werden gesponnen und gewebt. Sie dienen als Träger für die aufzuwalzende Linoleummasse.